Clubmeisterschaft 2026
Das Wetter in der Woche vor der FeCB Clubmeisterschaft war so heiss, dass die Degen fast schmolzen. Dennoch meldeten sich 25 mutige Fechterinnen und Fechter für den traditionellen Wettkampftag auf der Ruine Stein an.
Zwei Tage vor dem Event kam die weise Entscheidung des Vorstandes, die Clubmeisterschaft in die Halle zu verlegen. Angesichts der vom Kanton ausgegebenen Hitzewarnung und einer für Samstag vorhergesagten Temperatur von 37 Grad stand die Gesundheit unserer Fechter und Helferschar an erster Stelle.
Die Hitze machte auch vor der Turnhalle Tannegg keinen Halt, doch die engagierten Sportler, Juges, Fans und Freiwilligen gaben ihr Bestes. Auch ohne die majestätische Kulisse der Ruine Stein herrschte eine Atmosphäre voller Kampfgeist, Konzentration, Kondition und Kameradschaft – genau so, wie man es sich nur wünschen kann.
Wegen der bescheidenen Teilnehmerzahl begannen die Fechtwettkämpfe erst am Nachmittag, dafür ging es Schlag auf Schlag. Auch mit den essentiellen “Hydration Breaks” waren die Vorrunden schnell durch.
Schnell durch waren leider auch zwei kampfreudigen Veteranen: Andreas Pira, der Vize-Clubmeister 2025, und Livio Lugano mussten beide in der Vorrunde verletzungsbedingt aufgeben.
Wie es die Tradition vorschreibt, fand das Finalgefecht um den Vereinspokal zwischen dem Sieger der U14 und dem Gewinner der U17-bis-Veteranen-Kategorie statt. Zwei ganz unterschiedliche Fechttypen trafen sich auf der Planche: Levin Zilliox und Felix Haubitz. Wer auf einen ungleichen Kampf getippt hat, lag völlig falsch. Die zwei jungen Männer lieferten sich ein spannendes Gefecht, während die Veteranen anerkennend zuschauten. Am Ende stand ein klatschnasser Clubmeister 2026, der erschöpfte, aber glückliche Felix Haubitz fest.
Unsere hervorragende Juges sind trotz der hitzigen Kämpfe immer kühl geblieben: einen grossen Dank an Denise Gerardi, Daniela Widmer, Maria Anober-Holliger und Nils Schmidt.
Danke auch an Cristina Scholvien, Britta Bausch und Marianne Wanner, die der Hitze trotzten, um dafür zu sorgen, dass alle satt und zufrieden waren. Auch alle Freiwilligen, die beim Auf- und Abbau geholfen haben, haben übermenschliche Ausdauer bewiesen.
Obwohl es fast zu heiss war zum Essen, die leckeren Salate, Spaghetti und Desserts verleiteten alle dazu, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Der Fechtclub Baden ist damit offiziell bereit für die Sommerpause und voller Gedanken und Pläne für die kommende Saison.
(Bericht von Caroline Smirstik Gentner)
Teamfechten Neuchâtel 2026,
aus der Sicht eines Chauffeurs
Am Samstag, 13. Juni, fand die Schweizer Meisterschaft im Teamfechten in Neuenburg statt. Baden war mit einem Mixed U12 Team vertreten. Leider wurde im Vorfeld entschieden, dass die U12 nicht offiziell zur Schweizer Meisterschaft zählen würde, aber was soll’s. In unserem Team waren Amelie, Chimena und David. Daniela und Maria waren als Kampfrichter-Duo gemeldet.
In der Ausschreibung wurde verlangt, dass die Kampfrichter sich schon um 08:30 einzufinden hätten, will heissen Abfahrt Baden 07:00. Die Passannahme für die U12 war hingegen erst um 09:30 Uhr, weshalb David eine gefühlte Ewigkeit warten musste. Zu allem Überfluss fand die Kampfrichterbesprechung nicht so früh statt, und für die U12 Juges gab es kurz vor 10:00 Uhr gleich noch ein Briefing. Naja.
Das Team war rechtzeitig vereint, Patrick, der als Coach fungierte, schaute zum Rechten. Insgesamt waren 13 U12 Teams am Start. Die Vorrunde habe ich verpasst, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Das Team Baden landete auf einem soliden sechsten Platz. Eigentlich war ich überrascht, aber vermutlich waren die ausgeschlafenen Teams im Vorteil.
In der Mittagspause nutzten David und ich die Zeit, um am See Sandwiches zu essen. Das war auch Gelegenheit für ihn, all seine Frustrationen loszuwerden. Das muss alles raus, danach geht es besser. Was die Mädels während dieser Zeit gemacht haben, weiss ich nicht.
Durch den sechsten Platz gab es für die Badener kein Freilos. Doch die elftplatzierten Neuenburger wurden mit 12:1 aus dem Turnier gepustet. Es gab jeweils nur drei Paarungen à drei Minuten, gefochten wurde auf 12 Treffer. Das Achtelfinale war also kein Problem.
Das Viertelfinale gegen Zug war anders. Schon vorher machte ich eine interessante Beobachtung: Schon nach wenigen Sekunden konnte ich sehen, ob der Gegner oder die Gegnerin unserem jeweiligen Fechter lag oder nicht. Gegen Zug taten sich Amelie und David schwer, sodass Chimena als letzte Fechterin mit einem 3:8-Rückstand auf die Bahn musste. Innerlich stellte ich mich bereits auf eine frühzeitige Heimreise ein.
Doch was dann folgte, ist kaum in Worte zu fassen: Chimena verwandelte den Rückstand in einen 12:11-Sieg, wobei der letzte Treffer ein Doppeltreffer war. Sie war nicht zu bremsen, das Team war dankbar. Die Papis auch.
Das Halbfinale gegen die zweite Mannschaft aus Zug war scheinbar wieder etwas einfacher und endete 12:5. Im Finale wartete dann das Team aus Vevey, das nach der Vorrunde den ersten Platz belegt hatte. Und sie hatten Leo. Im Finale focht jeder gegen jeden, jeweils drei Minuten. Chimena machte den Anfang. Dann traf Leo auf Amelie. Sie wirkte eingeschüchtert und er kannte kein Mitleid. Anschliessend sass sie geknickt neben mir und meinte, sie sei halt einfach zu klein.
„Ja, liebe Amelie, das mag sein“, sagte ich ihr. „Die anderen sind einfach nur gross, mit dem Nachteil, dass sie eine lange Leitung haben. Du bist schnell, sehr schnell. Und wenn du dich nur fünf Zentimeter streckst, dann reicht das.“
Ihre nächsten beiden Gegner waren sogar noch grösser als Leo. Doch Amelie war schnell, sehr schnell, und machte sich fünf Zentimeter länger. Die beiden Riesen wurden von ihr mental zusammengefaltet. Chimena und David lieferten wie gewohnt ab, wobei sich die zwei Lümmel, und auch Leo, nicht mehr wirklich entfalten konnten. Am Ende stand es 36:28. Zuoberst auf dem U12 Podest stand das Badener Mixed Team, flankiert von Jungs. Nur Jungs. Für die Kinder war das in Ordnung, bei den Trainern spürte ich eine gewisse Eifersucht. Aber die werden das bestimmt überstehen.
Teamfechten ist ein Team Event. Jeder hat starke und weniger starke Momente. Man leidet wohl eher einsam, freut und feiert im Team. Chimena hat das Team im Viertelfinale gerettet, und Amelie hat sich im Finale nicht kleinmachen lassen. Genau so werden Meisterschaften gewonnen.
Noch ein Wort zu unseren Kampfrichterinnen. Team Events sind anstrengen und es ist gut zu zweit zu sein. Unsere beiden Damen haben das gut gemeistert. Aber die Auszeichnung für dieses Turnier geht für mich an einen jungen Juge. Ich denke, es war im anderen Halbfinal, in welchem der eine Trainer angefangen hat zu meckern. Weil er so viel meckerte, nenne ich ihn hier der Einfachheit halber Maître Ziegenbart. Der sehr junge, aber grosse Juge ging zu ihm hin, blickte auf ihn herab und sagte trocken: „Ich bin der Kampfrichter hier. Hast du das verstanden?“ Maître Ziegenbart hat dann nichts mehr gesagt. Chapeau!
Die Heimfahrt war ruhig, zum Glück nur moderater Verkehr. Schiedsrichterin und Fechter waren froh nicht fahren zu müssen.
( Text von Klaus Widmer, Vielen Dank!)
Frühlingslager 2026 des Fechtclub Baden – Schweiss, Fortschritt und ganz viel Teamgeist
Ein besonderer Moment war der Dienstagmorgen: Mit dem Besuch von Flavio, Chef Leistungssport von Swiss Fencing, wehte ein zusätzlicher Hauch Spitzensport durch die Halle. Neue Impulse, genaue Beobachtungen und wertvolle Inputs gaben dem Training nochmals eine besondere Tiefe.
Neben all der Intensität kam auch das Miteinander nicht zu kurz – im Gegenteil. Ein echtes Highlight spielte sich diesmal nicht nur auf den Pisten ab, sondern auch daneben: Die Verpflegung wurde von mehreren Eltern organisiert, die sich die Verantwortung aufteilten und Tag für Tag frische, abwechslungsreiche und richtig leckere Mahlzeiten auf den Tisch zauberten. Ein grosser Dank für diesen Einsatz in der Küche – das war alles andere als selbstverständlich und hat massgeblich zur tollen Lageratmosphäre beigetragen. Hoffentlich dürfen wir auch beim nächsten Mal wieder darauf zählen.
In diesem Zusammenhang geht der Dank ebenso an das hervorragend organisierte Trainerteam. Nur durch eure detaillierte Vorbereitung, eure Struktur und euren unermüdlichen Einsatz konnte das Training in dieser Qualität stattfinden – fordernd, zielgerichtet und gleichzeitig mitreissend.
Am Ende bleiben nicht nur müde Beine, sondern vor allem Fortschritte, neue Impulse und viele gemeinsame Erinnerungen. Das Frühlingslager 2026 hat einmal mehr gezeigt, was den Fechtclub Baden ausmacht: Engagement, Zusammenhalt und die Freude daran, gemeinsam besser zu werden.
2. CNV (Circuit National Vétérans)
Nach dem farbenfrohen und ausgelassenen 6. Fasnachtsturnier des FeCB vom Samstag wurde es am Sonntag sportlich-puristisch: Beim 2. CNV standen Erfahrung, Technik und taktische Raffinesse im Mittelpunkt.
Rund 55 Fechtveteranen aus der ganzen Schweiz fanden den Weg nach Baden und sorgten für Gefechte auf bemerkenswert hohem Niveau. Ohne Kostüme, dafür mit umso mehr Routine und Präzision, zeigten die Athletinnen und Athleten, weshalb Veteranenfechten so faszinierend ist: Kluge Aktionen, geduldiger Aufbau und Treffer, die mit Übersicht und perfektem Timing gesetzt wurden.
Das Wochenende hätte kontrastreicher kaum sein können:
Samstag – Fasnachtsstimmung, kreative Kostüme und rund 60 begeisterte Fechterinnen und Fechter.
Sonntag – konzentrierte Wettkampfatmosphäre, 55 erfahrene Veteranen und hochklassiger Sport.
Gerade dieser Kontrast machte das Fechtwochenende in Baden so besonders. Der FeCB durfte an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die ganze Bandbreite unseres Sports präsentieren – von jugendlicher Spielfreude bis hin zu jahrzehntelanger Wettkampferfahrung.
Mit diesem erfolgreichen Doppel-Wochenende hat der FeCB erneut bewiesen, dass Baden ein starker Standort für nationale Fechtanlässe ist.
Wir blicken stolz auf zwei intensive Turniertage zurück – und freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe!
6. Fasnachtsturnier
Am vergangenen Samstag verwandelte sich die Turnhalle in Baden in eine bunte Bühne für Sport, Spannung und Kreativität: Beim 6. Fasnachtsturnier des FeCB gingen rund 60 Fechterinnen und Fechter an den Start – und das nicht nur mit Degen, sondern teilweise auch mit ausgesprochen ideenreichen Kostümen.
Zwischen funkelnden Masken, fantasievollen Verkleidungen und sportlichem Ehrgeiz wurde gefochten, was das Zeug hielt. Ob Nachwuchstalente oder routinierte Turnierfechter:innen – alle zeigten auf der Piste grossen Einsatz, Fairness und beeindruckende Trefferaktionen.
Das Besondere an diesem Turnier ist die einzigartige Verbindung aus Wettkampf und Fasnachtsstimmung. Neben packenden Gefechten und spannenden Finalrunden sorgte auch die Maskenprämierung für viele Lacher und staunende Gesichter. Die Kreativität unserer Mitglieder kennt offenbar keine Grenzen – von klassischen Fasnachtsfiguren bis zu originellen Eigenkreationen war alles vertreten.
Ein Turnier dieser Grössenordnung ist nur dank der grossartigen Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer möglich. Ob im Auf- und Abbau, in der Turnierleitung, als Kampfrichter oder am ausgesprochen gut aufgestellten Buffet – der Einsatz im Hintergrund war ebenso beeindruckend wie die Leistungen auf der Piste. Das vielfältige kulinarische Angebot sorgte dafür, dass sich Fechter:innen, Betreuende und Gäste rundum wohlfühlen konnten.
Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses sportlich-festlichen Anlasses beigetragen haben!
Mit dem 6. Fasnachtsturnier hat der FeCB einmal mehr gezeigt, dass Fechten nicht nur Präzision und Schnelligkeit bedeutet, sondern auch Gemeinschaft, Freude und Kreativität.